„TSV-Treff“ macht das Rennen um Namen

Midlum (Samtgemeinde Land Wursten). Als der TSV Midlum im Juni die Erweiterung des Umkleidehauses auf dem Sportplatz seiner Bestimmung übergab, fehlte zu diesem Zeitpunkt noch der passende Name für das gelungene Bauwerk.

Preis für beste Idee

Am Rande der Einweihung schrieb der Vorstand damals einen Wettbewerb unter den Mitgliedern aus. „Die beste Idee sollte mit einem Preis belohnt werden“, berichtet TSV-Vorsitzender Reinhard Mangels.

Von den vielen eingegangenen Vorschlägen habe letztendlich der Name „TSV-Treff“ das Rennen gemacht. Siegerin mit dem vereinsbezogenen Begriff und damit Gewinnerin des Preises ist die Midlumerin Sonja Windgassen. Was wäre nun eine schöne Bezeichnung ohne Namensschild?

Der Vorstand trat daraufhin an das Vereinsmitglied Erwin Puschies heran, mit der Bitte, ein wirkungsvolles Namensschild zu fertigen.

Herausgekommen ist dabei ein schöner Namenszug in Eichenholz, handgeschnitzt, mit hervorgehobenen Buchstaben. Sb

veröffentlicht Nordsee-Zeitung Bremerhaven am: 07.11.2000


Lichterkorso setzt sich in Bewegung

Midlum (Samtgemeinde Land Wursten). Fast 300 kleine und große Marschierer erlebten den Laternenumzug des TSV Midlum. Er ist einer der größten Umzüge dieser Art in Land Wursten, bei dem Kinder und Eltern gemeinsam bei einbrechender Dunkelheit mit zum Teil selbst gebastelten Laternen durch den Ort ziehen.

Angeführt von TSV-Vorstand und Fanfarenzug der Seestadt Bremerhaven setzte sich der Lichterkorso vom Roten Platz aus in Bewegung. Die Route führte nach Sorthum und zurück, weiter über Mühlenweg und Fußgängerbrücke zur Danziger Straße, Ostpreußenstraße, Dwarsweg, Pommernstraße, Wanhödener Weg, Querung der L135, weiter über Dorfstraße, Zur Lieth bis zum Endpunkt Feuerwehrgerätehaus. Hier hatte der Festausschuss alle Vorbereitungen getroffen, um die Teilnehmer mit Leckerem vom Grill und Getränken zu versorgen.

Dank an die Feuerwehr

Zusammenfassend hieß es beim TSV Midlum:

Hervorragend vom Festausschuss organisiert und tadellos abgesichert durch die Midlumer Feuerwehr. Sowohl den Männern um Ortsbrandmeister Siegfried Haidinger als auch den Musikanten aus Bremerhaven gebührte ein besonderer Dank des Sportvereins. Sb

veröffentlicht Nordsee-Zeitung Bremerhaven am: 02.11.2000


"Im Fußball ist die Welt noch in Ordnung“

Midlum (Samtgemeinde Land Wursten). Auf der Suche nach einer Nachfolgerin für Sibylle Hildebrandt als Übungsleiterin für die Gymnastikgruppe „Damen mittleren Alters“ scheint man beim TSV Midlum fündig geworden zu sein. „Die Entscheidung fällt in Kürze“, so Vorsitzender Reinhard Mangels bei der Versammlung.

Im Fußball sei die Welt in Ordnung, wenn man von der augenblicklichen Situation bei der „Zweiten“ absieht. Die Mannschaft musste nach dem Abstieg aus Personalgründen vom Spielbetrieb abgemeldet werden. Gesucht werden für den Jugendbereich geeignete Trainer. Das Benefiz-Spiel zu Gunsten eines schwer erkrankten Midlumer Bürgers war ein voller Erfolg. Ein Dank ging diesbezüglich an Hans-Hermann Cramer. Als sehr erfreulich bezeichnete der Vorsitzende den Aufstieg aller Tischtennismannschaften.

Bei der Erweiterung des Umkleidegebäudes habe es viele Helfer gegeben. Durch den Fehlbestand an Schiedsrichtern sei die Zahlung von Strafgeldern zu befürchten, so Fußballfachwart H. H. Cramer.

Dank richtete Cramer an die Sponsoren beim Fußballturnier. 2001 ist das Turnier vom 23. Juli bis 3. August. Mit seinem Antrag, jedes Mitglied über 18 Jahre solle fünf Stunden Arbeitsleistung pro Jahr erbringen, löste Cramer eine Debatte aus. Der Vorstand wird sich mit dem Thema befassen.

Im Jugendfußball finden sich laut Harald Steeg die Mannschaften durchweg in der Tabellenmitte wieder. Er bedauerte das Ausscheiden von drei Trainern. Erfreulich sei die Gründung einer B-Jugend. Neu sei auch die 11er D-Jugend. Probleme sieht Steeg bei den Trainingszeiten in der Halle (Winter) und auf dem Platz.

Mehr Zuschauer bei Spielen

Für die Heimspiele wünscht sich TT-Fachwart Thorsten Köhne mehr Zuschauer. Er bezeichnet die TT-Saison als „erfolgreichste Saison aller Zeiten“. Köhne informierte darüber, dass die TT-Abteilung nur noch unter „TSV Midlum“ läuft. Als Jugendfachwart steht Detlef Plagge zur Verfügung.

Die Leichtathletik meldet gleich mehrere Kreismeistertitel. Dennoch könnte der Kreis der Aktiven größer sein, so Jürgen Itjen.

Turnwartin Helga Kirchwehm zeigte sich für die Turnabteilung zufrieden. Ihr Amt im Ehrenausschuss gab sie ab, will sich aber um Nachfolger bemühen. Für den Festausschuss legte Karin Reinke einen Bericht vor.

Über die Finanzen informierte Hans-Jürgen Bopp. Carsten Bode wurde für zwei Jahre als Kassenprüfer gewählt.

Ein Sportwart wird weiterhin gesucht.

Das Training für die Volleyball-Jugend ist freitags von 15 bis 16 Uhr.

Die Spielfläche auf dem Sportplatz ist ramponiert. Mangels: „Als Lösung käme nur Rollrasen in Frage.“ Sb

veröffentlicht Nordsee-Zeitung Bremerhaven am: 28.09.2000


Pedalritter auf der Pipinsburg

Beim TSV Midlum ist man schon vor einigen Jahren dazu übergegangen, die nähere Heimat mit dem Fahrrad zu erkunden.

Mehr als 60 Vereinsmitglieder sowie Freunde und Bekannte schwangen sich diesmal auf ihr Stahlross“ und starteten in Richtung Feldmark. Der Festausschuss des TSV Midlum hatte im Vorfeld eine besonders reizvolle Tour ausgearbeitet.

Sie führte auf ihrer ersten Etappe in Richtung Pipinsburg, nachdem sich während einer kurzen Rast in Gottes freier Natur die Teilnehmer gestärkt hatten. Zielpunkt waren die Hünengräber, jene großen Grabanlagen aus vorgeschichtlicher Zeit. Alles Wissenswerte darüber erfuhren die Naturfreunde von Malte Schüschke.

Grillwurst und Steaks

Ein Spaziergang kam den meisten hinterher sehr gelegen, der verlängerte Rücken verlangte nach einer Pause. Um die Mittagszeit steuerte die Gruppe einen wunderschönen Hof an. Auf dem Speisezettel standen Grillwurst und Steaks, gerade das Richtige für die hungrigen Pedalritter“. Zum Abschluss der Radtour machten die Midlumer einen Abstecher zum nahe gelegenen Sieverner See, bevor der Heimweg angetreten wurde.

Zurück in Midlum, war auf dem Sportplatz bereits der Kaffeetisch gedeckt.

Mit einem Dank an die Organisatoren und dem Versprechen, im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein, ließ man den Radwandertag ausklingen. Sb

veröffentlicht Nordsee-Zeitung Bremerhaven am: 07.09.2000


Wir trauern um Hans-Hermann Cramer, der am Sonntag dem 01.09.2019 im Alter von 74 Jahren von uns gegangen ist.

Hans-Hermann

Hans-Hermann war über Jahrzehnte ein wichtiger Teil des TSV Midlum sowie auch für den FC Land Wursten seit Gründung im Jahre 2005.

Er war war insgesamt 66 Jahre Mitglied des TSV Midlum, in dem er sich mit vollem Herzen und Engagement einbrachte.

Unter anderem war er über Jahrzehnte hinweg Fussballfachwart des TSV sowie der Organisator des im Landkreis bekannten Wanderpokalfussballturniers „Midlumer Mühlencup“, dass in diesem Jahr schon zum 37. gespielt wurde und wo er selbst immer als Stadionsprecher mit viel Herzblut fungierte.

Doch Hans-Hermann hat sich nicht nur um den Fussball in Midlum gekümmert, sondern noch um ganz viele weitere ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Zum einen war er früher regelmäßig Betreuer bei Neuwerkausflügen sowie Gründer des jährlich stattfindenden Skat- und Knobelabends und Mitorganisator des Midlumer Silvesterlaufs zum Jahreswechsel, welches sich über die Jahre zu einem hoch ansehnlichen Event entwickelt hat.

Außerdem war er Mitglied im Ehrenauschuss, deren Vorsitzender er seit 2012 war.

Wer sich so engagiert in einem Verein einbringt, hat natürliche zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen entgegengenommen.

Hier eine kleine Aufzählung davon:

- Ehrenmitglied des TSV Midlum
- Kreisehrennadel in Gold
- Mannschaft des Jahres 2010 als Mitglied der Radwandergruppe
- Mitglied des Jahres 2012
- NFV-Ehrennadel in Gold und in Silber

Wir werden Hans-Hermann immer als gutherzigen, engagierten und hilfsbereiten Menschen in Erinnerung behalten.

Der TSV Midlum wird Hans-Hermann Cramer ein ehrendes Andenken bewahren. 

Hans-Hermann wird dem TSV fehlen.

Fit-Gymastik On Tour

An einem Tag vor unserer Zeit [am 21. Juli 2015] machte sich eine Gruppe munterer Damen auf, die Grenzen des Dorfs zu verlassen. Auf dem Kalender stand "Sommer", und das Wetter meinte es ausnahmsweise sehr gut.

Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt trafen 17 Frauen am vereinbarten, aber allseits bekannten, Platz ein. Sie kamen aus allen Himmelsrichtungen und benutzten dabei Fahrräder, PKWs und Handwagen.

Was wurde nicht alles herangeschleppt?

Uneingeweihte -das war die Mehrheit- staunten jetzt schon, setzten aber auch (in Erwartung fieser Spiele) ängstliche Mienen auf. Auf und neben dem Sportplatz kamen nämlich für die Herumsitzenden und auch für die Umstehenden immer mehr nur undeutlich zu erkennende UTENSILIEN zum Vorschein. Neugierige Fragen und lästerliche Kommentare wurden erstmal gestoppt, indem jede einen schmalen kleinen zylindrischen durchsichtigen Behälter in die Hand gedrückt bekam. Die Flüssigkeit, die durch Hildegard hier hineingeschüttet und dann von allen zum Munde geführt wurde, verursachte Töne wie "mmh, ooh, aah" und ließ die Stimmung steigen. "Nicht zu früh freuen!", mahnte Heike.

Telke hatte schon ihres Amtes gewaltet, ein allen Anwesenden völlig unbekanntes Gerät auf den Rasen gestellt und lockte nun als sportliche Einpeitscherin zum Mitmachen. Die weiße oder orangefarbige Wäscheklammer, die am Anfang von jeder blind aus einem Sack gezogen worden war, zeigte dank ihrer aufgemalten Nummer die Reihenfolge der jeweiligen Mannschaft. Siehe da, alle versuchten es: zwei aneinander gebundene Golf-oder Tennisbälle mussten auf den 5 m entfernten Holzständer geworfen werden. Dabei sollten diese sich an einer der 3 LATTEN MIT PUNKTZAHL festhaken. Die Anfeuerungsrufe der Zuschauerinnen halfen ganz wesentlich zum Treffen, denn so etwas hatte noch niemand vorher praktiziert. Am Ende waren alle happy. Ob Gruppe Orange oder Gruppe Weiß gewonnen hatte, sprach sich ohnehin nicht ganz herum. Auch hat die ! Fotografin nicht rechtzeitig geschaltet, so dass leider nicht alle BALLSCHLEUDERINNEN" in Aktion geschweige denn HERMANNS geniales selbstgebautes, schwarz-rot¬ goldenbemaltes SPORTGERÄT in voller Schönheit abgelichtet worden sind.

Allerdings musste bald das für diese Sporteinlage notwendige Equipment wieder eingesammelt, die Sonnenbrillen aufgesetzt und die Rucksäcke wieder angeschnallt werden. Der Handwagen war schließlich bis obenhin vielversprechend vollgepackt. Die daraus hervorguckenden Gegenstände rückte Heike mehrmals gründlich bis zur Unkenntlichkeit zurecht. Sie suchte sich Edith als Partnerin aus, die die andere Seite der Deichsel anfassen und mitziehen musste oder durfte und schon wurden alle zum Losmarschieren aufgerufen. Lebhaft miteinander schnatternd, die letzten Tagesereignisse bekakelnd oder die Vorgärten kommentierend, bewegte sich an diesem herrlichen Nachmittag eine Art Lindwurm sportlich wandernder Damen durch "Sorthum", den "Schwarzen Berg" hinauf und wieder etwas abwärts in den Weg ,,Am Kanal". Hach, glücklicherweise kam auf der linken Seite unter hohen Bäumen ein Stück grüner Weise, und es durfte erstmal gerastet werden.

Nun wurde ein Teil des Geheimnisses WAGENINHALT gelüftet. .Hmm, ooh, aah", hieß es erneut, denn immer neue leckere Dinge wurden angeboten. Die Skala reichte von Mineralwasser über Sekt und Saft bis zu Bonbons sowie Obst und Gemüse in mundgerechten Häppchen. Nach dem Genuss stellten sich alle in einen Kreis. Heike erklärte DAS 7ER-SPIEL. Wer beim fortlaufenden Abzählen nicht statt dieser oder einer durch sie teilbaren Zahl "Frau Meier" sagte, musste einen Schnaps trinken oder aber Kniebeugen vorturnen. o la la -fast jede fiel darauf mal rein!!! Alle anderen gnickerten und kicherten. Bis zur 80 kam das "Zählkommando" nur mit Hilfe des Tricks, nicht immer wieder von der 1 an neu zu zählen Schließlich ging die Wanderung noch weiter.

Der Wind wurde als höchst angenehm empfunden, weil der unbewölkte blaue Himmel die Sonne just an diesem Tage strahlen ließ. Wiesen und Weiden, Büsche und Bäume bildeten eine Landschaft mit Bilderbuchanblicken. Ganz weit entfernt schienen z.B. Kirche und Mühle zu sein, denn den Turm sah man genau zwischen dem schrägen Kreuz der Flügel. Alles Schwärmen und Schwelgen rettete bald jedoch nicht vor der nächsten Aktivität. Zusammengeknotete SEILE wurden auf dem Betonboden in einem großen Kreis ausgelegt. Durch ein umgedrehtes FERNGLAS guckend, musste nun jede je einen Fuß NEBEN die Linie setzen und dabei einmal ganz rundherum staksen. Au, au, das ging für die Probanden ganz schön schwer. Für die Umstehenden sah es unheimlich drollig aus. Sie prusteten vor Lachen. Die zur jeweiligen Gruppe Gehörenden feuerten aber ihre Mitstreiterinnen reichlich und helfend an. "Ohne Preis kein Fleiß", konnte man erfreulicherweise wieder denken: z.B. Dip für die Gemüsesticks, Ananasecken, Sesamstangen und ein kleiner Schluck wurden jetzt aus dem Handwagen hervorgezaubert und wieder freundlich angeboten. Da dieser Übungsteil auf einer Wegkreuzung absolviert worden war, bog man anschließend rechts ab, und von weitem war unter anderem die Kirche wieder zu sehen.

Nun verstand auch die Letzte, dass es sich um einen Rundweg handelte und die Heimat doch nicht soo fern lag. Wer wollte aber jetzt schon nach Hause gehen?! Na, abwarten! Einen kleinen gepflasterten Platz machte Telke doch noch ausfindig. Je eine .aus der weißen und der orangefarbenen Gruppe: bekam ein Hölzchen, an dem ein ca. am langer Faden befestigt war. Am anderen Ende hing ein SPIELZEUG-LKW. Den mussten beide Damen gleichzeitig zu sich heranziehen. Au weia: sollte man mit nach vorne schleichen? Sollte man in die Knie gehen? oder doch lieber ...? Lautstarke Empfehlungen der Turnschwestern waren reichlich zu hören,-ebenso wie Gegackere von denen, die ahnten, dass die andere Riege sowieso verlieren würde. Versuche der Einflussnahme sah niemand als tragisch an, denn der Handwageninhalt wurde nun von Heike vollends freigegeben.

Telke zauberte Käsestücke hervor, und Hildegard sorgte für "a little drink in the evening time",> der manchmal besser ist als "den ganzen Tag gorkein'". Der Weg zum abschließenden gemeinsamen Abendessen bei ,,Cafe Sager" verlief weiterhin fröhlich und lebhaft. Es lohnte sich aber auch total: ein leckeres Buffet stand bereit, und auf dem sommerlich hübsch gedeckten langen Tisch fand jede eine Begrüßungspraline. Wir danken den Organisatorinnen Telke, Heike und Hildegard und grüßen alle, die nicht teilnehmen konnten.

lrmela Heine


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